Kann man ohne SWIFT Geld überweisen?
Ja, innerhalb Europas ist eine Überweisung ohne SWIFT-Code oft möglich. Früher war für internationale Überweisungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) neben der IBAN auch der BIC – also der SWIFT-Code der Bank – zwingend erforderlich. Das hat sich geändert. Seit dem 1. Februar 2016 ist der BIC bei SEPA-Überweisungen nicht mehr zwingend nötig.
Die IBAN allein reicht heute in den meisten Fällen aus, um Geld von einem Konto im EWR auf ein anderes zu überweisen. Das liegt am SEPA-Standard (Single Euro Payments Area), der den Zahlungsverkehr innerhalb Europas vereinheitlicht hat. Die Banken können den Empfänger und die zuständige Bank mithilfe der IBAN automatisch identifizieren.
Allerdings kann es vereinzelt noch vorkommen, dass eine Bank den BIC abfragt – besonders bei größeren Beträgen oder bei Zahlungen an Sparkassen oder Genossenschaftsbanken. Doch selbst dann ist der Vorgang meist nur eine formale Abfrage: Die Bank ermittelt den passenden SWIFT-Code intern.
Wichtig:** Bei Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums – also zum Beispiel in die USA, nach Asien oder nach Afrika – braucht es weiterhin den SWIFT-Code. Dann lässt sich kein Umweg gehen.
Für Reisende, Freiberufler oder Menschen mit Familie im Ausland bedeutet das: Innerhalb Europas ist der Geldtransfer heute einfacher und benutzerfreundlicher denn je. Kein langes Suchen mehr nach BIC-Codes – die IBAN genügt meist vollkommen.
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