Kann ein Progesteronmangel zu Gewichtszunahme führen?

Ja, ein Mangel an Progesteron kann tatsächlich zur Gewichtszunahme beitragen – allerdings meist indirekt. Progesteron spielt eine wichtige Rolle im weiblichen Hormonhaushalt und beeinflusst unter anderem die Regulation von Wasser und Salz im Körper. Ein gesundes Progesteronniveau hilft dabei, überschüssige Flüssigkeit auszuscheiden, was Schwellungen und das typische „aufgeblähte“ Gefühl reduziert.

Wenn der Progesteronspiegel sinkt – etwa im Rahmen des prämenstruellen Syndroms (PMS), der Perimenopause oder aufgrund von hormonellen Ungleichgewichten – kann der Körper mehr Wasser zurückhalten. Diese Wassereinlagerungen zeigen sich oft auf der Waage als kurzfristige Gewichtszunahme, obwohl es sich nicht um Fettmasse handelt. Viele Frauen bemerken das besonders vor der Periode, wenn sich das Gewicht plötzlich erhöht, ohne dass sich die Ernährung geändert hat.

Zusätzlich kann ein Progesteronmangel das Verhältnis zu Östrogen stören – ein Zustand, der als östrogenisches Übergewicht bekannt ist. Bei einem relativen Östrogenüberschuss kann der Körper dazu neigen, mehr Fett einzulagern, besonders im Hüft- und Oberschenkelbereich. Auch Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, die mit einem Progesteronmangel einhergehen können, wirken sich negativ auf den Stoffwechsel und das Essverhalten aus.

Wenn du regelmäßig mit Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen oder unerklärlicher Gewichtszunahme kämpfst, lohnt es sich, mit deinem Arzt über deine Hormonwerte zu sprechen. Eine gezielte Unterstützung des Hormonhaushalts – durch Lebensstil, Ernährung oder gegebenenfalls hormonelle Therapie – kann helfen, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen