Sind Lorbeerbeeren giftig? Das sollten Sie wissen

Ja, die Beeren der Kirschlorbeer (auch Lorbeerkirsche genannt) sind tatsächlich giftig – besonders, wenn sie roh verzehrt werden. Besonders in den Blättern und Früchten dieser beliebten Heckenpflanze befinden sich sogenannte cyanogene Glykoside. Diese Substanzen können beim Kauen oder Zerkauen Blausäure freisetzen, was zu Vergiftungserscheinungen führen kann.

Die Gefahr ist zwar bei Erwachsenen eher gering, da eine größere Menge nötig wäre, um ernsthaft krank zu werden. Doch bei Kindern oder Tieren reicht oft schon eine kleine Menge aus, um Symptome wie Übelkeit, Schwindel oder Atembeschwerden auszulösen. Deshalb sollte man Kirschlorbeerhecken im Garten kindersicher anpflanzen und Haustiere im Auge behalten.

Interessant ist, dass nicht alle Teile der Pflanze gleich giftig sind. Das Fruchtfleisch der reifen Beeren gilt als wenig bis mäßig toxisch – dennoch rät es sich dringend davon ab, sie zu essen. Besser ist es, die Früchte einfach als dekoratives Element im Herbst zu schätzen, wenn sie dunkelrot und saftig am Strauch hängen.

Im Gegensatz zur echten Lorbeer-Pflanze (Laurus nobilis), deren Blätter in der Küche verwendet werden, hat der Kirschlorbeer nichts mit kulinarischem Lorbeer zu tun. Der Name täuscht – und führt oft zu Verwirrung. Wer sicher gehen will, verzichtet besser komplett auf den Verzehr.

Fazit: Der Kirschlorbeer ist eine ansprechende, robuste Pflanze – aber kein Speiseplan. Behandeln Sie ihn als Ziergewächs, nicht als Lebensmittel.

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