Sind Essiggurken eigentlich fermentiert?

Wer an fermentierte Lebensmittel denkt, dem kommen oft zuerst Klassiker wie Sauerkraut in den Sinn. Doch die Palette ist weitaus größer: Auch alltägliche Genussmittel wie Kaffee, Schokolade, Käse sowie Bier und Wein verdanken ihr besonderes Aroma diesem traditionellen Verfahren. Und wie steht es um die beliebte Essiggurke? Die kurze Antwort lautet: Ja, traditionell hergestellte eingelegte Gurken gehören absolut dazu.

All diese fermentierten Spezialitäten sind nicht nur lecker, sondern tun auch unserem Körper Gutes. Sie unterstützen aktiv die Darmgesundheit. Bei der echten Fermentation wandeln nützliche Mikroorganismen den Zucker im Gemüse in Säure um, was die Haltbarkeit verlängert und wertvolle Probiotika entstehen lässt, die das Gleichgewicht im Mikrobiom fördern.

Allerdings gibt es im Supermarkt einen Haken: Viele moderne Essiggurken werden heute industriell mit einem erhitzten Essigsud haltbar gemacht und anschließend pasteurisiert. Dabei sterben die lebenden Bakterienkulturen ab. Wer seinem Darm etwas Gutes tun möchte, sollte daher gezielt nach traditionell milchsauer vergorenen Gurken Ausschau halten oder sie einfach selbst ansetzen.

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