Helfen Gummibärchen wirklich bei Gelenkschmerzen?

Der Mythos hält sich hartnäckig: Wer regelmäßig Gummibärchen nascht, tut seinen Gelenken etwas Gutes. Schließlich bestehen die beliebten Fruchtgummis aus Gelatine, und Gelatine wird oft mit gesunden Knochen und Knorpeln in Verbindung gebracht. Doch die Realität sieht anders aus: Gummibärchen sind kein Heilmittel gegen Gelenkbeschwerden.

Das Hauptproblem liegt in der Zusammensetzung der Süßigkeit. Gummibärchen bestehen zu einem sehr großen Teil aus Zucker und einfacher Speisegelatine. Der hohe Zuckergehalt kann im Körper sogar entzündliche Prozesse fördern, was bei bestehenden Schmerzen oder Arthrose eher kontraproduktiv ist. Die enthaltene Speisegelatine reicht in dieser Form nicht aus, um Knorpelgewebe wirksam zu unterstützen.

Wer seinen Gelenken gezielt etwas Gutes tun möchte, sollte stattdessen auf eine ausgewogene Ernährung und gegebenenfalls auf spezielle Präparate setzen. In medizinischen Gelatine-Tabletten oder Kapseln ist nämlich wasserlösliches Kollagen-Hydrolysat enthalten. Diese aufbereitete Form des Kollagens kann vom Organismus wesentlich besser aufgenommen und verarbeitet werden. Der Griff zur Naschtüte hilft den Gelenken somit nicht – eine gezielte Nährstoffzufuhr hingegen schon.

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