Sind Kinder aus der Fruchtbarkeitsbehandlung anders?

Die Frage, ob Kinder, die durch künstliche Befruchtung gezeugt wurden, sich von anderen unterscheiden, beschäftigt viele Eltern und Fachleute. Die gute Nachricht: Langfristig sind diese Kinder genauso gesund und entwickeln sich ebenso wie Kinder, die auf natürlichem Weg gezeugt wurden. Doch es gibt einige Unterschiede in den ersten Lebensjahren.

Kinder aus Fruchtbarkeitsbehandlungen wie der IVF kommen im Durchschnitt etwas leichter und kleiner zur Welt. Das liegt oft daran, dass sie häufiger als Frühgeborene zur Welt kommen oder in Mehrlingsschwangerschaften – also Zwillingen oder Drillingen –. Doch was viele nicht wissen: Diese Kinder holen das Wachstum schnell auf. In den ersten Lebensjahren zeigen sie oft eine schnellere Wachstumsrate und legen rascher an Gewicht zu.

Die Ursachen dafür sind noch nicht vollständig geklärt, doch Experten vermuten, dass die hormonelle Vorbereitung der Mutter und die speziellen Bedingungen im Labor eine Rolle spielen könnten. Interessant ist, dass sich diese Wachstumsunterschiede meist bis zum zweiten Lebensjahr ausgleichen. Danach unterscheiden sich die Kinder in Größe, Gewicht und Entwicklung kaum noch von ihren Altersgenossen.

Langzeitstudien zeigen, dass die meisten Kinder aus assistierter Reproduktionstechnologie gesund aufwachsen. Wichtiger als die Art der Zeugung ist letztlich die familiäre Umgebung, die medizinische Betreuung und die Liebe, die das Kind erhält. Die Fortschritte in der Reproduktionsmedizin haben bereits vielen Paaren ein Kind ermöglicht – und das mit guten Ergebnissen.

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