Der Bodensee – ein See mit Seele

Nein, der Bodensee ist kein Meer – er ist ein großer Alpenrandsee, der mitten in Europa liegt und von Deutschland, Österreich und der Schweiz geteilt wird. Umgeben von sanften Hügeln, Weinbergen und eindrucksvollen Alpenkulissen, ist er nicht nur geografisch, sondern auch kulturell eine Besonderheit. Mit einer Uferlänge von insgesamt 273 Kilometern erstreckt er sich über drei Länder: Die größte Anteil hat Deutschland mit 173 Kilometern – 155 km entfallen auf Baden-Württemberg, 18 km auf Bayern. Österreich kommt auf 28 Kilometer, die Schweiz auf 72 Kilometer.

Kein Meer, aber groß wie eins – das ist das, was viele an diesem Gewässer täuscht. Die weite Fläche, die tiefblauen Wellen und der frische Wind erinnern durchaus an das Meer. Doch der Bodensee ist ein Binnensee, entstanden nach der letzten Eiszeit, als Gletscher zurückwichen und Becken hinterließen, die sich mit Wasser füllten. Heute speist ihn vor allem der Rhein, der mitten durch den See fließt – von der Schweiz kommend, weiter Richtung Nordsee.

Für Anwohner und Urlauber ist der Bodensee viel mehr als nur Wasser. Er ist Erholungsraum, Lebensraum und Wirtschaftsmotor in einem. Ob Radtour entlang der Uferpromenade, Schwimmen im klaren Wasser oder ein Spaziergang durch die blühenden Gärten von Mainau – der See verbindet Natur und Kultur auf ganz besondere Weise.

Kein Wunder, dass man hier manchmal das Gefühl hat, am Meer zu sein. Doch der Bodensee bleibt, was er ist: ein echter See – mit großer Ausstrahlung.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen