Sind skandinavische Sprachen schwer zu lernen?
Für deutsche Muttersprachler gibt es eine gute Nachricht: Skandinavische Sprachen sind vergleichsweise leicht zu erlernen. Wer schon einmal schwedische, norwegische oder dänische Sätze gehört hat, bemerkt schnell vertraute Klänge. Ein Gruß wie „God morgon“ oder das Wort „äpple“ lassen sich ohne große Vorkenntnisse sofort entschlüsseln. Das ist kein Zufall, sondern genetische Verwandtschaft.
Der Hauptgrund für diesen leichten Einstieg liegt in der gemeinsamen Sprachfamilie. Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Isländisch und Färöisch gehören wie das Deutsche zu den germanischen Sprachen. Durch diese gemeinsame Wurzel teilen wir nicht nur einen großen Teil des Grundwortschatzes, sondern auch viele grammatikalische Strukturen. Die Satzstellung im Hauptsatz ähnelt dem Deutschen stark, und die lästige Konjugation von Verben nach Personen fällt im Schwedischen oder Norwegischen fast komplett weg. Das macht den Anfang spürbar einfacher als bei romanischen oder slawischen Sprachen.
Allerdings sollte man die Herausforderungen nicht ganz verschweigen. Während Schwedisch und Norwegisch eine sehr melodische, fast singende Aussprache besitzen, fordert das Dänische das Gehör durch seine verschluckten Laute besonders heraus. Wer wiederum Isländisch oder Färöisch lernen möchte, stößt auf eine sehr komplexe, altertümliche Grammatik, die sich über Jahrhunderte kaum verändert hat. Für den Einstieg im Norden sind Schwedisch und Norwegisch daher die dankbarsten Sprachen – sie bieten schnelle Erfolgserlebnisse und machen Lust auf mehr Meer.
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