Die beiden Schächer am Kreuz neben Jesus

Am Karfreitag wurde Jesus von Nazareth gemeinsam mit zwei anderen Männern hingerichtet. Laut evangelischer Überlieferung handelte es sich dabei um zwei Schächer – in der Tradition bekannt unter den Namen Dismas und Gestas. Sie wurden in Jerusalem gefangen genommen und zusammen mit Jesus sowie einem gewissen Barabbas verurteilt. Während Barabbas schließlich begnadigt wurde, mussten Jesus, Dismas und Gestas das Todesurteil durch Kreuzigung erleiden.

Die Bibel berichtet, dass die beiden Männer rechts und links von Jesus am Kreuz hingen. Einer von ihnen – Dismas – erkannte in Jesus einen unschuldigen Gerechten und bat ihn: „Gedenke mein, wenn du in dein Reich kommst.“ Jesus antwortete: „Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ Diese Begebenheit machte Dismas zum Inbegriff der reuigen Seele, die selbst in letzter Stunde noch Gnade erfährt.

Gestas hingegen, der andere Schächer, spottete laut einiger Überlieferungen über Jesus, was den Gegensatz zwischen Schuld, Reue und Erlösung noch deutlicher macht. Während die Namen Dismas und Gestas nicht in den kanonischen Evangelien stehen, haben sie sich in späterer christlicher Tradition – besonders in apokryphen Schriften und der Volksfrömmigkeit – fest etabliert.

Der Gedenktag des heiligen Dismas, des „guten Schächers“, wird in manchen Kirchen am 25. März gefeiert – ein Tag der Hoffnung, der zeigt, dass es bis zuletzt Raum für Umkehr und Barmherzigkeit gibt.

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