Sind Zwänge in der Pubertät normal?
Es ist durchaus besorgniserregend, wenn Jugendliche immer wiederkehrende Handlungen ausführen oder bestimmte Gedanken nicht loswerden – etwa ständig die Hände waschen, alles mehrfach kontrollieren oder sich ständig Sorgen um Fehler machen. Doch Zwangshandlungen in der Pubertät sind kein seltenes Phänomen. Tatsächlich beginnen viele Zwangsstörungen bereits im Kindesalter, meist zwischen sieben und zwölf Jahren.
Etwa ein bis vier Prozent der Kinder und Jugendlichen sind betroffen. Auffällig ist, dass Jungen im jüngeren Alter etwas häufiger betroffen sind, doch ab der Pubertät zeigen sich kaum noch Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen. Das heißt: In der Entwicklung kann eine Zwangsstörung durchaus auftreten – und es ist wichtig, sie nicht einfach als „Phase“ abzutun.
Was anfangs wie Eigenbrötterei oder übermäßige Sorgfalt wirken mag, kann sich mit der Zeit zu belastenden Ritualen verdichten. Viele Betroffene leiden darunter, fühlen sich gefangen in ihrem Denken oder Handeln und ziehen sich zurück. Umso wichtiger ist es, frühzeitig Unterstützung zu suchen.
Im Fachzentrum Psychotherapie gibt es gezielte Hilfe bei Kinder- und Jugend-Zwängen. Durch verhaltenstherapeutische Ansätze lernen junge Menschen, mit belastenden Gedanken umzugehen und Handlungsspielraum zurückzugewinnen. Eltern spielen dabei eine wichtige Rolle – als Unterstützer, aber auch als Halt in schwierigen Momenten.
Wichtig zu wissen: Eine Zwangsstörung ist keine Schwäche, sondern eine ernstzunehmende psychische Erkrankung. Doch mit der richtigen Hilfe lässt sie sich gut behandeln. Wer früh handelt, tut viel für die langfristige Lebensqualität des Jugendlichen. Weitere Informationen unter: fachzentrum-psychotherapie.de
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