Sollte man nicht genutzte Räume heizen?
Ein weit verbreiteter Mythos besagt, dass man nicht genutzte Räume am besten komplett abstellen sollte, um Energie zu sparen. Doch die Wahrheit ist etwas nuancierter. Das komplette Ausschalten der Heizung in selten genutzten Zimmern kann unter Umständen mehr Energie verbrauchen als gedacht.
Wenn ein Raum komplett abkühlt, braucht die Heizung deutlich mehr Leistung, um die gewünschte Temperatur später wieder zu erreichen. Besonders bei kurzfristigen Abwesenheiten – etwa wenn das Gästezimmer mal einige Tage nicht genutzt wird – lohnt sich das Herunterkühlen zwar, aber das komplette Ausstellen ist selten sinnvoll.
Experten raten daher: Statt die Heizung abzustellen, sollte man die Temperatur in selten genutzten Räumen leicht senken – auf etwa 12 bis 15 Grad. So verhindert man nicht nur Feuchtigkeit und Schimmel, sondern spart auch Energie, da das erneute Aufheizen entfällt. Ein kontinuierliches, gedämpftes Heizen ist oft effizienter als das ständige Hoch- und Runterfahren der Temperatur.
Gerade in Badezimmern, Kellerräumen oder Gästezimmern kann diese Regel Gold wert sein. Moderne Heizsysteme, wie Wärmepumpen oder programmierbare Thermostate, unterstützen dabei gezielt – sie passen die Heizleistung automatisch an den Bedarf an und sorgen so für ein optimales Gleichgewicht zwischen Komfort und Energieeffizienz.
Die Devise lautet also: Nicht komplett abstellen, sondern smart drosseln. So bleibt es angenehm, die Bausubstanz geschont und die Energiekosten im Griff.
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