Wann sind Veneers nicht empfehlenswert?
Verfärbte oder leicht schief stehende Zähne – für viele ist das ein Grund, zu Veneers zu greifen. Diese hauchdünnen Keramikverblendungen verleihen dem Lächeln schnell ein strahlendes, ästhetisches Aussehen. Doch nicht für jeden ist diese Lösung geeignet.
Ein wichtiger Punkt: Bei Menschen, die nachts stark knirschen – medizinisch als Bruxismus bekannt – ist Vorsicht geboten. Das nächtliche Aufeinanderreiben der Zähne erzeugt enormen Druck, dem Veneers oft nicht langfristig standhalten können. Das Bruchrisiko ist bei Knirschern deutlich erhöht, was die Haltbarkeit der Verblendungen stark beeinträchtigen kann.
Zahnärzte raten in solchen Fällen oft von Veneers ab oder empfehlen zusätzliche Maßnahmen, wie eine Schienentherapie. Eine Aufbissschiene kann helfen, die Zähne und damit auch die Veneers während der Nacht zu schützen. Doch selbst dann ist die Belastung so hoch, dass viele Experten zu anderen Behandlungen raten – beispielsweise zu vollständigen Kronen oder einer kieferorthopädischen Beratung.
Auch andere Faktoren spielen eine Rolle: Eine schlechte Mundhygiene, fortgeschrittene Parodontose oder zu starke Zahnsubstanzverluste können die Anbringung von Veneers erschweren oder unmöglich machen. Deshalb ist eine gründliche Untersuchung beim Zahnarzt unerlässlich, bevor eine Entscheidung getroffen wird.
Veneers können Wunder wirken – aber nur, wenn die Voraussetzungen stimmen. Wer unter nächtlichem Zähneknirschen leidet, sollte besonders vorsichtig sein und im Vorfeld unbedingt mit seinem Zahnarzt sprechen.
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