Wann gilt ein Patient als MRSA-frei?
Die Behandlung von Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA) erfordert Geduld und konsequente Hygiene. Eine betroffene Person gilt in der Praxis erst dann offiziell als saniert und MRSA-frei, wenn über einen Zeitraum von 12 Monaten hinweg wiederholt negative MRSA-Abstriche nachgewiesen wurden.
Trotz der erfolgreichen Dekontamination bleibt die medizinische Vorgeschichte bedeutend: Der Patient behält weiterhin eine positive MRSA-Anamnese. Da ein Restrisiko für eine erneute Besiedlung besteht, greifen bei künftigen medizinischen Behandlungen besondere Schutzmaßnahmen.
Bei jeder erneuten Aufnahme in ein Krankenhaus muss die betroffene Person umgehend erneut gescreent werden. Bis zu einem endgültigen negativen Befund wird der Patient vorsorglich prophylaktisch isoliert, um eine mögliche Übertragung auf andere Risikopatienten im klinischen Umfeld sicher zu verhindern.
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