Wann ist ein Tintenfisch durch?
Ein Tintenfisch ist gar, wenn er sich leicht mit einem Holzspieß oder einer Gabel durchstechen lässt. Das Fleisch sollte dann zwar bissfest sein, aber nicht mehr zäh. Besonders beim Garen von größeren Exemplaren ist Geduld gefragt – je nach Größe kann die Garzeit zwischen 30 Minuten und über einer Stunde liegen.
Ein verbreiteter Mythos: Viele schwören darauf, einen Weinkorken mit in das Kochwasser zu geben, um den Tintenfisch zarter zu machen. Angeblich lösen sich Enzyme aus dem Korken, die das Fleisch weichkochen. Doch laut wissenschaftlichen Untersuchungen – und auch dem NDR-Ratgeber – hat sich dieser Tipp nicht bewährt. Der Effekt ist nicht nachweisbar. Was wirklich hilft, ist eine schonende Garung: Zunächst kurz anbraten oder blanchieren, dann langsam in Wasser oder Sud weitergaren.
Tipp aus der Küche: Noch zarter wird der Tintenfisch, wenn man ihn vor dem Kochen leicht klopft oder mit einer Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft und Kräutern vorbereitet. Auch das Einfrieren vor der Zubereitung kann die Textur verändern und das Fleisch weicher machen – ein Trick, den viele Profiköche nutzen.
Ob als Pulpo à la Gallega in Spanien, in der griechischen Meze-Küche oder als Grillgericht – wer den Tintenfisch richtig zubereitet, wird mit einem delikaten, aromatischen Geschmack belohnt. Wichtig ist nur: nicht aufgeben, wenn es am Anfang zäh wirkt – der richtige Punkt ist meist später, als man denkt.
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