Wie funktioniert eine Schenkung und kann man die 10-Jahresfrist umgehen?
Wenn Eltern ihren Kindern eine Geldsumme oder eine Immobilie schenken möchten, spielt der sogenannte Freibetrag eine wichtige Rolle. Pro Kind beträgt dieser Freibetrag alle zehn Jahre bis zu 400.000 Euro, die steuerfrei übertragen werden können. Doch was passiert, wenn mehr Vermögen weitergegeben werden soll – oder schneller, als das Gesetz es zuzulassen scheint?
Die 10-Jahresfrist bedeutet, dass der Freibetrag erst wieder zur Gänze genutzt werden kann, wenn seit der letzten Schenkung volle zehn Jahre vergangen sind. Übersteigt der Betrag den Freibetrag, können Schenkungssteuern fällig werden. Doch es gibt Möglichkeiten, diese Regel geschickt zu nutzen – etwa durch die sogenannte Kettenschenkung.
Dabei wird beispielsweise nicht direkt vom Großvater an den Enkel geschenkt, sondern zunächst vom Großvater an den eigenen Sohn, der den Freibetrag nutzt. Zehn Jahre später schenkt der Sohn dann an seinen Sohn (den Enkel) – ebenfalls steuerfrei bis zur Freibetragsgrenze. Auf diese Weise kann über mehrere Generationen hinweg mehr Vermögen steuerarm oder steuerfrei übertragen werden.
Wichtig ist jedoch: Die Regelungen sind komplex, und jeder Fall sollte individuell geprüft werden. Wer vorschnell handelt, riskiert unerwartete Steuernachzahlungen. Eine gut durchdachte Schenkungsstrategie spart langfristig viel Geld – besonders bei Immobilien oder größeren Vermögen.
Stand: 19.01.2024 | Quelle: heid-immobilienbewertung.de
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