Können Spermien im Wasser überleben?
Die Frage, ob man Spermien mit Wasser abwaschen kann, beschäftigt viele – besonders wenn es um Verhütung oder Sauberkeit geht. Die Antwort ist klar: Ja, Wasser beeinträchtigt Spermien stark. Schon innerhalb weniger Sekunden verlieren sie im Wasser ihre Beweglichkeit, egal ob es Leitungswasser, Seifenlauge oder Chlorwasser aus dem Pool ist.
Spermien sind auf spezielle Bedingungen angewiesen, um aktiv zu bleiben – die findet man im weiblichen Körper, nicht im Wasser. Außerhalb des Körpers, besonders in nasser Umgebung, sterben sie rasch ab. Anders als an der Luft, wo die Samenflüssigkeit trocknet und dadurch die Spermien absterben, passiert im Wasser etwas anderes: Die Spermien werden durch den osmotischen Druck beschädigt. Das bedeutet, dass Wasser in die Zellen eindringt und sie platzen lässt.
Dabei spielt es keine Rolle, ob es kaltes oder warmes Wasser ist, ob Seife beigemischt wurde oder Chlor. Keine dieser Umgebungen ist geeignet, um Spermien langfristig am Leben zu halten. Selbst im Körper einer Frau überleben sie nur einige Tage – im Wasser überdauern sie dagegen nur Sekunden bis Minuten.
Es ist also richtig: Wasser „spült“ nicht nur Spermien körperlich weg, sondern macht sie auch unschädlich. Dennoch ist das keine Verhütungsmethode. Wer eine Schwangerschaft verhindern möchte, sollte auf bewährte Mittel wie Kondome oder die Pille setzen. Wasser mag im Alltag hygienisch helfen, aber es ersetzt keine sichere Verhütung.
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