Wann wird es als schwül empfunden?

Ein heißer Sommertag fühlt sich nicht immer gleich an – besonders dann, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Was vielen als „schwül“ empfunden wird, hängt nicht nur von der Temperatur ab, sondern maßgeblich von der relativen Luftfeuchte und wie warm es tatsächlich ist.

Wenn die Luft viel Feuchtigkeit enthält, kann der Körper die Hitze schlechter über Schweiß verdunsten abführen. Das macht selbst gemäßigte Temperaturen drückend und anstrengend. Experten sprechen ab einem bestimmten Punkt von „schwülem Wetter“, wenn sich Temperatur und Feuchte gegenseitig verstärken.

Ab wann gilt es als schwül?

Die Faustregel: Je wärmer es wird, desto weniger relative Luftfeuchte braucht es, um schwül zu wirken. Schon bei 19 °C und 83 % relativer Feuchte kann die Schwüle spürbar werden. Bei 30 °C reichen dann nur noch 70 % Feuchtigkeit, um das gleiche Unbehagen zu erzeugen. Bei 33 °C fühlt sich die Luft ab etwa 70 % bereits drückend an.

Ein praktisches Beispiel: Ein Tag mit 22 °C und 70 % Luftfeuchtigkeit wird oft als schwül empfunden, besonders wenn kaum Wind weht. Das liegt daran, dass die Luft nahe ihrer Sättigung ist – Nebel oder Dunst sind dann oft sichtbare Anzeichen.

Die Schwüle beeinflusst nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Gesundheit – besonders bei empfindlichen Menschen. Wer morgens früh unterwegs ist, kennt das: Die Luft liegt schwer, der Himmel wirkt milchig – das ist typisches Anzeichen für hohe Luftfeuchtigkeit.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen