Der Frühling in Deutschland – eine Jahreszeit mit Überraschungen
Der meteorologische Frühling in Deutschland beginnt bereits am 1. März und dauert bis zum 31. Mai. Doch wer glaubt, dass mit dem ersten Märztag plötzlich milde Temperaturen und blühende Wiesen Einzug halten, wird oft überrascht. Denn das Wetter in dieser Zeit ist berüchtigt wechselhaft – was man hierzulande auch liebevoll als „Aprilwetter“ bezeichnet.
Kaum blühen die ersten Krokusse oder die Bäume neue Knospen treiben, kann es immer noch zu frostigen Nächten oder gar Schneefall kommen. Besonders im April muss man mit allem rechnen: einem sonnigen, fast sommerlich warmen Tag, gefolgt von einem kalten Regenschauer oder sogar Frost. Genau diese plötzlichen Kälterückfälle werden oft mit den sogenannten Eisheiligen in Verbindung gebracht – eine Reihe von kalten Tagen um den 11. bis 13. Mai, benannt nach den Heiligen Mamertus, Pancratius und Servatius.
Trotz dieser Unberechenbarkeit ist der Frühling in Deutschland eine beliebte Zeit. Die Tage werden länger, die Natur erwacht langsam aus ihrer Winterruhe, und viele Menschen freuen sich auf Spaziergänge im Wald oder die erste Gartenarbeit. Wer klug ist, packt aber immer noch eine Jacke ein – denn auch im Mai kann es morgens empfindlich frisch sein.
Im Grunde verkörpert der Frühling hierzulande das Spannende am Übergang: vom kalten Winter in die Hoffnung auf warme Tage. Er ist eine Jahreszeit der Geduld, denn wer sich nicht von einem kalten Tag entmutigen lässt, wird mit bunten Blumen, Vogelgezwitscher und dem ersten Grün belohnt.
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