Warum Gurken bitter schmecken und wie man es verhindert
Es ist eine unangenehme Überraschung beim Hineinbeißen: Die Gurke schmeckt plötzlich extrem bitter. Doch woher kommt dieser Geschmack und wie lässt er sich in der Küche vermeiden? Grund für die Bitterkeit sind sogenannte Cucurbitacine. Diese natürlichen Bitterstoffe dienen der Pflanze eigentlich als Schutz vor Fressfeinden. Durch moderne Züchtungen sind sie aus unseren Salatgurken fast vollständig verschwunden, können jedoch durch Stressfaktoren wie extreme Hitze, Trockenheit oder kaltes Gießwasser wieder hervorgerufen werden.
Wenn eine Gurke Bitterstoffe entwickelt, konzentrieren sich diese zuerst im Stielansatz. Von dort aus breiten sie sich langsam in den Rest der Frucht aus. Für die Zubereitung in der Küche gibt es daher einen einfachen, aber effektiven Trick: Schmeckt das Stielende der Gurke leicht bitter, sollte es großzügig abgeschnitten werden. Das Blütenende hingegen bleibt meistens genießbar und süß.
Auch die Technik beim Schälen spielt eine entscheidende Rolle. Um zu verhindern, dass die Bitterstoffe mit dem Sparschäler oder Messer über das gesamte Gemüse verteilt werden, sollte man immer vom Blütenansatz hin zum Stiel arbeiten. So bleibt der restliche Teil der Gurke knackig und frisch im Geschmack.
Vorsicht ist allerdings geboten, wenn die Gurke durchgehend stark bitter schmeckt. In großen Mengen können Cucurbitacine zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Sollte der bittere Geschmack also nach dem großzügigen Abschneiden des Stiels nicht verschwinden, ist es ratsam, das Gemüse lieber nicht mehr zu verzehren.
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