Wann Panikattacken einen Arztbesuch nötig machen
Gelegentliche Momente von Angst oder Unsicherheit sind normal – doch wenn sie sich häufen, wird es Zeit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wer etwa zweimal im Monat eine Panikattacke erlebt, sollte laut Expertin Roth-Sackenheim unbedingt einen Arzt aufsuchen. Noch wichtiger: Wenn sich die Situationen, in denen die Attacken auftreten, vergrößern. Heißt: Was zunächst im Gedränge begann, zeigt sich plötzlich auch zu Hause oder in vertrauten Umgebungen. Diese Ausweitung ist ein deutliches Warnsignal.
Panikattacken äußern sich oft mit Herzrasen, Atemnot, Schweißausbrüchen und dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Viele Betroffene fürchten, einen Herzinfarkt zu haben oder verrückt zu werden. Dabei handelt es sich um eine psychische Reaktion, die sich sehr effektiv behandeln lässt. Die kognitive Verhaltenstherapie gilt als eine der erfolgreichsten Methoden, um die zugrundeliegenden Gedankenmuster zu durchbrechen und langfristig Erleichterung zu schaffen.
Manche Menschen versuchen, die Attacken auszusitzen oder vermeiden allein das Thema. Doch der frühe Gang zum Arzt kann viel Leid ersparen. Der Hausarzt kann erste Anzeichen erkennen und gezielt an einen Psychologen oder Psychotherapeuten überweisen. Wichtig ist: Panikstörungen sind keine Schwäche, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung – und zum Glück gut behandelbar.
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