Wann muss ein Spiel in der Fußball-Regelkunde wiederholt werden?

Im Fußball kommt es manchmal vor, dass ein Spielzug neu ausgeführt werden muss – nicht wegen eines Fehlers auf dem Platz, sondern aufgrund der Regeln. Ein typischer Fall tritt auf, wenn der Ball während bestimmter Spielfortsetzungen beschädigt wird. Laut den offiziellen Regeln des DFB muss in solchen Fällen die Aktion wiederholt werden.

Das betrifft insbesondere folgende Situationen: Anstoß, Abstoß, Eckstoß, Freistoß, Strafstoß oder Einwurf. Wenn der Ball dabei platzt, kaputt geht oder aus sonstigen Gründen nicht mehr spielbar ist, wird die Aktion nicht einfach weitergespielt – sie wird ordnungsgemäß wiederholt. Das gilt unabhängig davon, ob es sich um einen Strafstoß in der letzten Spielminute oder einen harmlosen Abstoß handelt.

Interessant ist, dass die Regel hier Klarheit schafft: Der Zustand des Balles zum Zeitpunkt der Ausführung ist entscheidend. Wird der Ball beim Eckstoß beschädigt, bevor er ins Spiel kommt, wird der Eckstoß wiederholt. Ist der Ball bereits im Spiel und platzt danach, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel und lässt es mit einem Drop-Ball weitergehen – außer es geschah bei einer der genannten Wiederanfänge.

Die Regel sorgt dafür, dass niemand benachteiligt wird, nur weil das Spielgerät versagt. Egal, ob Profispiel oder Freizeitfußball – ein defekter Ball bedeutet nicht gleich das Ende der Aktion, sondern eine faire Wiederholung. Fußball ist eben nicht nur Taktik und Tempo, sondern auch Fairness bis ins Detail.

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