Wann verschwindet der Moro-Reflex beim Baby?
Der Moro-Reflex ist ein natürlicher Teil der kindlichen Entwicklung und zeigt sich besonders in den ersten Lebenswochen deutlich. Wenn ein Baby laute Geräusche wahrnimmt, plötzlich fallen gelassen wird oder der Untergrund unter ihm sich verändert, reagiert es oft mit einem schnellen Ausstrecken von Armen und Beinen, gefolgt von einem Weinkrampf. Dieser Reflex ist ein Zeichen dafür, dass das Nervensystem des Säuglings gut funktioniert.
Meist verschwindet der Moro-Reflex zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat von selbst.Sein Rückgang ist ein wichtiger Entwicklungsschritt, denn er zeigt an, dass das Baby langsam lernt, Reize gezielter zu verarbeiten und sich nicht mehr automatisch erschrecken muss. Eltern können beruhigt sein – ein vorübergehender Reflex wie dieser gehört zur gesunden Entwicklung dazu.
Anders ist es bei sogenannten lebenslangen Schutzreflexen, wie den Stützreaktionen. Diese bleiben erhalten, weil sie das Kind auch im späteren Alter schützen – etwa, wenn es beim Laufen stolpert und instinktiv die Hände ausstreckt, um sich abzufangen.
Falls der Moro-Reflex jedoch nach dem 6. Monat noch stark ausgeprägt ist oder einseitig fehlt, kann es sinnvoll sein, mit dem Kinderarzt darüber zu sprechen. In den meisten Fällen regelt sich alles jedoch ganz von allein, während das Baby Tag für Tag kräftiger und sicherer wird.
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