Wann ist eine Operation bei Blasensenkung sinnvoll?

Eine Blasensenkung, auch Harnblasenprolaps genannt, tritt häufig nach Geburten, in den Wechseljahren oder bei chronischer Belastung der Beckenbodenmuskulatur auf. Viele Frauen leiden zunächst unter einem Druckgefühl im Unterleib, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder ungewolltem Harnverlust. In leichteren Fällen helfen oft Beckenbodentraining, Lebensstiländerungen oder eine Zughilfe durch eine Pessar-Schiene.

Wann eine Operation notwendig wird

Wenn die Beschwerden jedoch stark zunehmen – etwa bei spürbarem Vorwölbung im Scheidenbereich, ständigen Harndrang oder wenn konservative Behandlungen keine Besserung bringen – kommt eine Operation in Frage. Besonders dann, wenn die Lebensqualität deutlich leidet, ist der chirurgische Eingriff eine sinnvolle Option.

Das Ziel der Operation ist es, die gesenkte Blase wieder in ihre natürliche Position zu heben und stabil zu fixieren. Dafür gibt es verschiedene Verfahren – mal wird der eigene Gewebe gestärkt, mal kommen Netzmaterialien zum Einsatz. Die Methode hängt vom Alter, der allgemeinen Gesundheit und dem Schweregrad der Senkung ab.

Die meisten Patientinnen berichten nach der OP von einer deutlichen Besserung der Symptome und einer Rückkehr zur normalen Alltagsbelastung. Wichtig ist jedoch eine sorgfältige Abklärung durch einen Spezialisten – nicht jede Blasensenkung muss operiert werden, aber bei klarer Indikation kann der Eingriff viel Lebensfreude zurückgeben.

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