Warum eine 2%-Tilgung bei Immobilienkrediten?
Bei der Finanzierung einer Immobilie stößt man oft auf den Begriff „Anfangstilgung“. Ein häufiger Wert ist 2 Prozent. Doch was bedeutet das genau? Zwei Prozent Tilgung bedeutet, dass am Anfang der Kreditlaufzeit jedes Jahr 2 Prozent der ursprünglichen Kreditsumme zurückgezahlt werden. Dieser Betrag fließt zusätzlich zu den Zinsen in die monatliche Rate.
Die meisten Immobilienkredite in Deutschland sind sogenannte Annuitätendarlehen. Das heißt: Die Rate bleibt über eine lange Zeit gleich hoch, setzt sich aber unterschiedlich aus Zinsen und Tilgung zusammen. Zu Beginn ist der Zinsanteil höher, mit der Zeit steigt der Tilgungsanteil. Bei einer Anfangstilgung von 2 Prozent dauert es oft mehr als 30 Jahre, bis der Kredit vollständig abbezahlt ist.
Warum aber gerade 2 Prozent? Diese Rate hat sich in der Vergangenheit als Standard etabliert – sie war lange Zeit ein guter Kompromiss zwischen niedriger monatlicher Belastung und einer akzeptablen Laufzeit. Heute raten viele Experten jedoch dazu, eine höhere Tilgung anzustreben, etwa 3 oder 4 Prozent, besonders wenn die Zinsen günstig sind. Das verkürzt die Laufzeit und spart langfristig viel Geld.
Letztlich hängt die ideale Tilgungsrate von den persönlichen finanziellen Möglichkeiten ab. Wer mehr tilgt, wird früher schuldenfrei – muss aber monatlich mehr zahlen. Eine 2%-Tilgung kann für Berufsanfänger oder Familien mit engem Budget sinnvoll sein, solange langfristig geplant wird.
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