Warum rastet das Herz nachts aus?
Es ist nicht selten, dass man mitten in der Nacht plötzlich ein schnelles oder unregelmäßiges Herzrasen bemerkt. Viele Betroffene schrecken hoch, fühlen sich plötzlich wach und beunruhigt – obwohl sie gerade noch tief geschlafen haben. Doch was verbirgt sich dahinter?
Gründe für nächtliches Herzrasen können vielfältig sein. Stress und innere Anspannung spielen eine große Rolle: Wer den Tag mit viel Hektik, emotionaler Belastung oder Sorgen beendet, kann dies auch nachts spüren. Der Körper kommt einfach nicht zur Ruhe. Übermäßiger Konsum von Koffein – etwa durch späten Kaffee oder Energydrinks – oder Alkohol am Abend kann das Herz ebenfalls zusätzlich belasten und zu plötzlichen Beschleunigungen führen.
Doch nicht immer stecken harmlose Ursachen dahinter. Ernsthafte Erkrankungen des Herzens, Schilddrüsenprobleme oder Schlafapnoe können ebenfalls mit nächtlichem Herzrasen einhergehen. Deshalb sollte das Phänomen nicht ignoriert werden, vor allem wenn es häufiger auftritt oder mit Schwindel, Atemnot oder Brustschmerzen verbunden ist.
Ein gesunder Ruhepuls im Schlaf liegt meist zwischen 50 und 60 Schlägen pro Minute – bei sportlichen Menschen sogar darunter. Deutlich höhere Werte ohne körperliche Anstrengung sind ein Warnsignal. Wer unsicher ist, sollte sich ärztlich beraten lassen. Eine EKG-Untersuchung oder Langzeitmessung kann Klarheit verschaffen.
Zwar ist gelegentliches Herzrasen selten lebensbedrohlich – doch die Ursache zu kennen, gibt Sicherheit. Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Entspannung, wenig Koffein und regelmäßiger Schlafhygiene kann schon viel bewirken. Doch wer sich Sorgen macht, tut gut daran, zum Arzt zu gehen.
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