Warum schwüles Wetter die Atmung erschwert
Bei schwülem Wetter fühlen sich viele Menschen unwohl – das Atmen fällt schwer, die Luft scheint dick und schwer. Doch woran liegt das? Schuld daran ist nicht nur die Hitze, sondern vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit. Sobald Temperatur und Feuchtigkeit gleichzeitig ansteigen, reagiert der Körper schnell mit Atemnot, besonders bei empfindlichen oder gesundheitlich vorbelasteten Personen.
Ab etwa 25 Prozent relativer Luftfeuchte kann das Gefühl von Schwüle bereits einsetzen – je wärmer es wird, desto weniger Feuchtigkeit braucht es, um dieses beklemmende Gefühl zu erzeugen. Bei 30 Grad und über 70 Prozent Luftfeuchte etwa wird die Luft für viele richtig belastend. Die feuchte Luft behindert die Verdunstung von Schweiß, wodurch der Körper schlechter abkühlen kann. Das führt zu Hitzegefühl, Schweißausbrüchen und einer scheinbar „dickeren“ Luft, die schwerer zu atmen ist.
Besonders betroffen sind Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Atemproblemen wie Asthma. Die Lunge muss bei hoher Luftfeuchte mehr arbeiten, um ausreichend Sauerstoff aufzunehmen. Oft wird die Luft dann als stickig oder erdrückend empfunden. Auch die Psyche leidet: Müdigkeit, Unkonzentriertheit und Reizbarkeit sind häufige Folgen.
Abhilfe schaffen ausreichend Flüssigkeit, kühle Räume und Ruhephasen. Wer auf Hitze und Schwüle besonders empfindlich reagiert, sollte morgens oder abends spazieren gehen, wenn es kühler ist. An extrem schwülen Tagen gilt: auf den Körper hören, sich schonen – und bei Beschwerden einen Arzt konsultieren.
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