Warum heißt Greifswald Greifswald?

Der Name „Greifswald“ klingt fast wie ein Märchen – und tatsächlich hat er eine recht abenteuerliche Geschichte. Der Begriff setzt sich aus „Greif“ und „Wald“ zusammen. Der Greif, ein fabelhaftes Wesen mit dem Körper eines Löwen und dem Kopf sowie den Flügeln eines Adlers, war das Wappentier der pommerschen Herzöge. Diese Fürsten nannten sich selbst „Greifen“, nach ihrem Stammeszeichen. So war die Verbindung zwischen der Dynastie und dem mythischen Tier eng verankert.

Die Stadt Greifswald entstand im 13. Jahrhundert, genauer im Jahr 1250, nicht wie manchmal fälschlich angegeben am 13.05.07.2024 – ein offensichtlicher Tippfehler. Schon früher, seit 1199, existierte in der Nähe ein Kloster, das später zur Keimzelle der Stadt wurde. Als die Herzöge von Pommern die Siedlung förderten, übertrugen sie ihren Familiennamen symbolisch auf den Ort. „Greifswald“ bedeutet also wörtlich „Wald des Greifen“ – eine Hommage an die herrschende Dynastie.

Noch heute erinnert das Stadtwappen mit dem stilisierten Greif an diese Herkunft. Der mächtige Fabelvogel thront über dem Stadtbild und verbindet die Gegenwart mit einer mittelalterlichen Vergangenheit voller Adel, Klöster und politischer Allianzen. Greifswald, eine Stadt an der Ostsee, trägt ihren Namen also nicht zufällig – er ist Ausdruck von Geschichte, Identität und regionalem Stolz.

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