Was bedeutet HGW und warum ist es wichtig für den Bau?
Die Abkürzung HGW steht für „Höchster Grundsicherungswasserstand“ – ein zentraler Begriff beim Hoch- und Tiefbau, insbesondere wenn es um den Schutz von Gebäuden vor Feuchtigkeit geht. Der HGW gibt an, bis zu welcher Höhe Grundwasser im schlimmsten Fall ansteigen kann. Gemeinsam mit dem HHW (Höchstmöglicher Hochwassers Wasserstand) wird er zur Ermittlung der maßgebenden Wassereinwirkung herangezogen.
Warum das wichtig ist? Weil Bauwerke im erdberührten Bereich so konstruiert sein müssen, dass sie dauerhaft gegen Wasser geschützt sind. Hier kommt die DIN 18533-1 ins Spiel. Diese Norm legt fest, wie die Art und das Ausmaß der Wasserbeanspruchung zu bewerten sind. Entscheidend sind dabei zwei Faktoren: das Vorhandensein von Grund- oder Schichtenwasser und die Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Ein sandiger, durchlässiger Untergrund verhält sich anders als toniger, wasserstauender Boden – und das beeinflusst die Planung der Abdichtung.
Je nach ermittelter Wassereinwirkung werden dann geeignete Maßnahmen festgelegt – sei es eine einfache Feuchtesperre oder eine vollständig druckwasserfeste Konstruktion. Eine genaue Bestimmung des HGW ist daher kein bloßer Formalakt, sondern eine Voraussetzung für die Langlebigkeit und Sicherheit eines Gebäudes. Wer hier spart, riskiert Feuchtigkeitsschäden, Schimmel oder sogar Bausubstanzprobleme im Laufe der Zeit.
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