Was bedeutet „kaputt“ wirklich?
Das Wort „kaputt“ kennt fast jeder aus dem Alltag – doch seine Bedeutung ist vielfältiger, als viele denken. Ursprünglich beschreibt es etwas, das defekt oder zerbrochen ist, wie ein kaputter Toaster oder ein zerrissener Schuh. Doch im gesprochenen Deutsch hat es längst auch slangige Bedeutungen angenommen – je nach Kontext kann es ganz unterschiedliche Dinge ausdrücken.
So sagt jemand zum Beispiel: „Ich bin total kaputt“, meint er meistens: Ich bin müde. Nach einer langen Nacht oder einem anstrengenden Arbeitstag ist „kaputt“ hier ein Ausdruck der körperlichen Erschöpfung. Aber das ist nur eine Variante. In jugendsprachlichem Gebrauch kann „kaputt“ auch heißen, dass jemand pleite ist – „Ich kann nicht ausgehen, ich bin komplett kaputt“ – gemeint ist: kein Geld mehr.
Dann gibt es noch die Bedeutung: auf frischer Tat ertappt. „Die Lehrerin hat mich kaputt gemacht, als ich abgeschrieben habe“ – hier steht „kaputt“ für „busted“, also erwischt beim Falschen. Und manchmal wird es sogar abwertend verwendet, um jemanden oder etwas als extrem hässlich zu beschreiben: „Dieses Outfit ist ja total kaputt!“
Wie man sieht, ist „kaputt“ weit mehr als nur ein Wort für kaputte Dinge. Es ist ein flexibler Ausdruck im gesprochenen Deutsch, der je nach Situation Emotionen, Zustände oder peinliche Momente treffend beschreibt – mal lustig, mal resigniert, immer ehrlich.
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