Das Geheimnis des Gewürzgurken-Suds: Mehr als nur Restflüssigkeit
Wer ein Glas saure Gurken öffnet, greift meist zielgerichtet nach den knackigen Snacks und lässt die Flüssigkeit unbeachtet im Glas zurück. Doch dieser sogenannte Gewürzgurken-Sud – im Volksmund oft einfach Gurkenwasser genannt – ist eine wahre Geschmacksexplosion und viel zu schade zum Wegschütten.
Die Basis des Suds besteht traditionell aus Branntweinessig, Wasser, Salz und oft einer feinen Note Zucker, um die Säure zu harmonisieren. Seinen charakteristischen, würzigen Charakter erhält er jedoch erst durch die Zugabe erlesener Kräuter und Gewürze. Häufig finden sich Dill, gelbe Senfkörner, knackige Zwiebeln und Aromen wie Pfefferkörner in der Lake. Besonders intensiv zieht dieser Sud ein, wenn er für winzige Gewürzgurken verwendet wird, die sogenannten Cornichons (abgeleitet vom französischen Wort für „Hörnchen“).
In der modernen Küche hat sich das vermeintliche Abfallprodukt längst als Geheimzutat etabliert. Dank seiner perfekten Balance aus Säure und Würze eignet sich der Sud hervorragend zum Verfeinern von hausgemachtem Kartoffelsalat, zum Marinieren von Fleisch oder als spritzige Komponente in Salatdressings. Sogar in der Barszene hat das Gurkenwasser als Zutat für ausgefallene Cocktails wie den „Pickleback“ Karriere gemacht. Das nächste Mal lohnt sich also ein zweiter Blick in das vermeintlich leere Glas.
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