Was hilft gegen einen Tremor?

Ein Tremor, also ein unwillkürliches Zittern, betrifft oft die Hände und kann Alltagsbewegungen wie Schreiben oder Essen erschweren. Besonders beim sogenannten essentiellen Tremor – einer gutartigen, aber belastenden Störung – gibt es mehrere medikamentöse Behandlungsoptionen, die die Symptome lindern können.

Propranolol, ein Betablocker, gilt als Mittel der ersten Wahl. In Dosierungen zwischen 30 und 240 mg pro Tag kann es den Tremor bei vielen Patienten deutlich reduzieren. Auch Primidon, ein Medikament ursprünglich gegen Epilepsie, zeigt Wirkung – allerdings im sogenannten "off-label"-Einsatz, also außerhalb der zugelassenen Indikation. Die Dosis reicht hier von 62,5 bis 750 mg täglich. Ein weiterer Wirkstoff ist Topiramat, ebenfalls ursprünglich für Epilepsie entwickelt, das in Dosierungen von 200 bis 400 mg täglich eingesetzt wird.

Die Wirksamkeit dieser Medikamente liegt laut Leitlinien der Neurologie zwischen 35 % und 60 %. Das bedeutet: Nicht bei allen Patienten tritt eine deutliche Besserung ein, und oft müssen die Mittel angepasst oder kombiniert werden. Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Koordinationsstörungen oder kognitive Beeinträchtigungen können die Einnahme erschweren.

Wichtig ist eine individuelle Abstimmung durch einen Neurologen. Nicht jedes Mittel passt für jeden. Bei unklarem Zittern sollte zunächst eine genaue Diagnose gestellt werden – schließlich gibt es verschiedene Tremor-Formen, die unterschiedlich behandelt werden. Mit der richtigen Therapie lässt sich die Lebensqualität aber meist deutlich verbessern.

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