Warum bleibt die Betriebsrente oft stehen?

Seit Jahren fragen sich viele Arbeitnehmer, warum ihre Betriebsrente nicht steigt – besonders in Zeiten, in denen Lebenshaltungskosten rapide anziehen. Die Antwort liegt oft in der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen. Besonders während und nach der Pandemie haben zahlreiche Firmen auf eine Anpassung verzichtet, weil sie argumentierten, dass ihre finanzielle Lage keine Erhöhung zulasse.

Doch das ist kein Freibrief. Wenn ein Arbeitgeber behauptet, es gehe nicht, muss er das auch belegen können. Sollte es zu einer Klage kommen, müsste das Unternehmen unter Umständen Einblick in seine Buchhaltung gewähren, um zu zeigen, dass eine Anpassung tatsächlich nicht möglich ist. Das ist kein seltener Fall: Gerichtsurteile zeigen immer wieder, dass Arbeitnehmer Recht haben, wenn sie mehr Transparenz verlangen.

Die betriebliche Altersvorsorge ist ein versprochener Teil des Gehalts – nicht eine freiwillige Geste. Deshalb haben Beschäftigte ein Recht darauf, dass ihre Rente angemessen entwickelt wird, besonders wenn die Inflation das Geld entwertet. Wer das Gefühl hat, im Stich gelassen zu werden, sollte nicht schweigen. Oft lohnt sich schon eine Anfrage an die Personalabteilung oder an den Betriebsrat.

Es stimmt: Nicht jedes Unternehmen kann jedes Jahr mehr zahlen. Aber das muss nachvollziehbar sein. Und wenn etwas nicht stimmt, dann haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, sich zur Wehr zu setzen – mit Fakten, Rechten und gegebenenfalls vor Gericht.

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