Warum flackert eine Kerze?

Wer schon einmal gebannt in die kleine Flamme einer Kerze geschaut hat, kennt das Spiel aus Licht und Schatten. Manchmal brennt sie ruhig und gleichmäßig, manchmal zuckt und flackert sie – als würde sie mit uns sprechen wollen. Doch woran liegt das Flackern?

Die Antwort liegt in einem feinen Gleichgewicht. Wenn eine Kerze brennt, schmilzt die Hitze des Flammchens das feste Wachs um sie herum. Dieses flüssige Wachs steigt durch den Docht nach oben – wie Wasser in einer Pumpe – und wird dort verbrannt. Unter idealen Bedingungen strömt genau so viel Wachs nach, wie die Flamme verbraucht. Dann brennt sie ruhig und gelassen.

Wenn allerdings Zugluft herrscht, ein ungleichmäßiger Docht oder zu viel Wachs im Spiel ist, gerät dieses Gleichgewicht durcheinander.

Ein plötzlicher Luftzug etwa reißt die Flamme mit, das Wachs strömt unregelmäßig nach – und die Flamme zittert, flackert, manchmal sogar knisternd. Auch ein zu langer Docht kann das verursachen: Er sorgt für eine größere, unruhigere Flamme, die mehr Sauerstoff braucht und leichter flackert.

Ein kleiner Tipp: Wenn du merkst, dass deine Kerze ständig flackert, stelle sie an einen geschützten Ort, weg von Fenstern oder Türen. Und schneide den Docht vor dem Anzünden auf etwa einen halben Zentimeter Länge – das sorgt für ein ruhigeres, gleichmäßigeres Brennen.

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