Wo in Deutschland leben kostengünstig ist

Wer in Deutschland auf der Suche nach einer erschwinglichen Lebensweise ist, findet besonders im Osten günstige Optionen. Laut einer aktuellen Analyse lebt es sich am kostengünstigsten im sächsischen Vogtlandkreis, gefolgt von Greiz in Thüringen und der Stadt Görlitz an der Neiße. Diese Regionen zeichnen sich durch niedrige Mieten, erschwingliche Lebenshaltungskosten und eine gute Lebensqualität aus.

Auch im Westen Deutschlands gibt es Ausreißer nach unten: Pirmasens in Rheinland-Pfalz gilt als die günstigste Region im westlichen Teil des Landes. Die Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass die größten Unterschiede zwischen den Regionen vor allem bei den Wohnkosten liegen. Während eine Mietwohnung in Großstädten wie München oder Frankfurt monatlich leicht über 1.000 Euro kosten kann, zahlt man in Gegenden wie dem Vogtland oft weniger als die Hälfte dafür.

Trotz der niedrigen Preise bieten viele dieser Städte und Landkreise eine intakte Infrastruktur, kurze Wege und eine hohe Lebensqualität – besonders für Familien oder Ruheständler, die auf ein großes Einkommen verzichten können. Die Abwanderung aus den Ballungsräumen in kleinere Städte und ländliche Regionen hat in den letzten Jahren zugenommen, nicht zuletzt wegen der steigenden Mieten in den Metropolen.

Langfristig könnte sich diese Entwicklung fortsetzen: Wer Wert auf ein entspanntes, ruhiges und vor allem günstiges Leben legt, findet im Osten und auch vereinzelt im Westen Deutschlands noch echte Schnäppchen. Die große Preiskluft zwischen Stadt und Land bleibt dabei ein zentrales Thema – aber auch eine Chance für bewusste Standortwahl.

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