Warum fühlt sich der Kopf nach einer EMDR-Sitzung komisch an?

Nach einer EMDR-Therapiesitzung merkwürdig zu fühlen – als sei der Kopf leicht benebelt, die Gedanken wirr oder die Emotionen weit weg – ist völlig normal. Viele Menschen berichten davon, und es ist kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil: Dieses Gefühl ist oft ein Zeichen dafür, dass die Therapie wirkt.

EMDR – oder Eye Movement Desensitization and Reprocessing – arbeitet direkt mit dem Verstand, um belastende Erinnerungen neu zu verknüpfen. Dabei werden Erlebnisse aus der Vergangenheit, die noch stark an Emotionen geknüpft sind, schrittweise verarbeitet. Während dieses Prozesses kann sich das Gehirn regelrecht „umstellen“ – und das führt vorübergehend zu einem ungewohnten Zustand.

Stellen Sie sich vor, Ihr innerer Speicher wird gerade neu sortiert. Alte Akten werden geöffnet, bearbeitet und anders abgelegt. Das nimmt Zeit in Anspruch – und erzeugt ein leichtes „Nachbeben“ im Kopf. Manche fühlen sich danach müde, andere erleichtert, wieder andere einfach nur seltsam. All das gehört dazu.

Dr. Gurpreet Kaur von Surrey Psychology betont: Diese Unannehmlichkeiten sind kein Rückschritt, sondern ein Indikator für Heilung. Die Psyche ist aktiv am Umstrukturieren. Mit etwas Abstand, Ruhe und Selbstfürsorge legt sich das komische Gefühl meist schnell.

Wenn Sie nach EMDR Kopfschmerzen, emotionale Schwankungen oder das Gefühl haben, „nicht ganz da“ zu sein – atmen Sie durch. Es ist ein Zeichen, dass etwas in Ihnen weitergeht. Und das ist genau das, was zählt.

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