Warum Bayern nur eine Woche Herbstferien hat

In vielen Bundesländern dauern die Herbstferien mehrere Wochen, in Bayern dagegen meist nur eine. Das führt oft zu Verwunderung – doch die Erklärung liegt in den besonderen Feiertagen des Freistaats.

Bayern hat zwar kürzere Herbstferien, dafür aber mehr freie Tage durch gesetzliche Feiertage. Der 1. November ist in Bayern ein gesetzlicher Feiertag: Allerheiligen. Dieser fällt häufig direkt in die Herbstferien und verlängert so die Freizeit für Schülerinnen und Schüler um einen zusätzlichen Tag. In vielen anderen Bundesländern ist Allerheiligen kein Feiertag, weshalb die Unterschiede im Ferienkalender entstehen.

Hinzu kommt der Buß- und Bettag, der in Bayern ebenfalls ein schulfreier Tag ist – anders als in den meisten anderen Ländern, wo dieser Tag arbeitsfrei, aber schulisch genutzt wird. In Bayern bleibt die Schule an diesem Mittwoch im November jedoch geschlossen. Diese Kombination macht, dass die bayerischen Schüler zwar offiziell nur eine Woche Herbstferien haben, aber in der Praxis oft zwei Wochen am Stück frei sind.

Die genauen Ferientermine wechseln zudem je nach Schulart und Region innerhalb Bayerns leicht, aber im Schuljahr 2024/2025 fallen die Herbstferien in der Regel auf die letzte Oktoberwoche. Zusammen mit Allerheiligen und dem Buß- und Bettag ergibt das eine willkommene Auszeit – auch wenn sie auf dem Papier kürzer wirkt als in anderen Teilen Deutschlands.

So sorgt das bayerische Schulsystem dafür, dass weniger Tage auf dem Ferienplan mehr erholsame Zeit bedeuten – eine Woche, die sich anfühlt wie zwei.

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