Das Schriftzeichen Kreuz: Formen und Verwendung
Wer auf Biografien, Stammbäume oder Todesanzeigen blickt, stößt schnell auf ein prägnantes Symbol: das sogenannte Todeskreuz (†). Typografisch ist dieses Zeichen auch als Langkreuz oder unter der Bezeichnung Dolch bekannt. Obwohl es auf den ersten Blick dem klassischen lateinischen Kreuz (✝) sehr ähnlich sieht, unterscheidet es sich in vielen Schriftarten durch eine feine Besonderheit: Der vertikale Balken läuft nach unten hin oft spitz zu.
In der deutschen Sprache und Typografie erfüllt das Zeichen verschiedene Aufgaben. Am geläufigsten ist seine Rolle in der Genealogie und Biografik: Direkt vor einer Datumsangabe platziert, markiert das Todeskreuz das Sterbedatum einer Person. In diesem Kontext bildet es das Gegenstück zum Sternchen (*), das traditionell für das Geburtsdatum steht.
Darüber hinaus findet das Zeichen seit Jahrhunderten in wissenschaftlichen Texten, Wörterbüchern und Druckwerken Verwendung. Dort dient es häufig als Fußnoten- oder Verweiszeichen, falls einfache Sternchen bereits vergeben sind. Das unscheinbare Symbol verbindet somit praktische Informationsgestaltung mit einer tief verwurzelten Tradition des Gedenkens.
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