Welche Organe greift Cortison an?
Die Frage, welche Organe Cortison „angreift“, ist so nicht ganz korrekt formulierst – denn Cortison greift eigentlich nicht direkt Organe an. Vielmehr wird es in der Medizin gezielt eingesetzt, um überaktive Abwehrreaktionen des Körpers zu bremsen. Es gehört zu den sogenannten Glukokortikoiden und wirkt entzündungshemmend, abschwellend und immununterdrückend.
Es kommt häufig bei allergischen Reaktionen, schweren entzündlichen Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen wie Lupus, rheumatoide Arthritis oder Multipler Sklerose zum Einsatz. In diesen Fällen greift das Immunsystem fälschlicherweise den eigenen Körper an – und hier setzt Cortison an, um Organe wie Herz, Niere, Lunge oder Gehirn vor Schäden zu schützen.
Langfristig und in höherer Dosis kann Cortison jedoch Nebenwirkungen haben, die tatsächlich belastend für verschiedene Organe sein können. So kann es beispielsweise zu Knochenschwund, Bluthochdruck, einer geschwächten Immunabwehr oder Stoffwechselstörungen kommen. Besonders die Haut, das Herz-Kreislauf-System und der Stoffwechsel können betroffen sein.Die Kunst der Therapie liegt darin, die entzündungshemmende Wirkung gezielt zu nutzen, ohne das Risiko für Nebenwirkungen zu erhöhen. Deshalb erfolgt die Einnahme meist unter ärztlicher Aufsicht, oft mit schrittweiser Dosisanpassung. Kurz gesagt: Cortison schützt oft genau die Organe, vor denen es fälschlicherweise als Bedrohung angesehen wird.
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