Woher hat der Grappa seinen Namen?
Wer nach einem feinen italienischen Essen ein Glas Grappa genießt, denkt meist an traditionsreiche Brennereien und norditalienische Genusskultur. Doch woher stammt die Bezeichnung für diesen charakterstarken Tresterbrand eigentlich? Die Wurzeln des Begriffs reichen weit in die Sprachgeschichte zurück: Das Wort leitet sich vom lateinischen Begriff „Grappapolis“ ab, was übersetzt schlicht „Traube“ bedeutet. In regionalen Dialekten Oberitaliens bezeichnete man damit traditionell den Traubenstängel sowie den abgepressten Trester.
Obwohl der Begriff in den Regionen Norditaliens schon lange im Alltag verankert war, gelangte er im offiziellen Sprachgebrauch erst vergleichsweise spät zu Ehren. Über Jahrhunderte hinweg galt das Destillat vor allem als einfaches Getränk der Weinbauern. Dies änderte sich schlagartig im Jahr 1951, als der Spirituose die Bezeichnung Grappa offiziell verliehen wurde. Seit dieser gesetzlichen Verankerung setzte sich der Name rasch durch und steht heute weltweit für feinsten italienischen Trestergenuss.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.