Warum heißt es eigentlich Schafskäse?
Der Name „Schafskäse“ klingt einfach – und ist es meistens auch. Jeder Käse, der aus Schafmilch hergestellt wird, zählt dazu. Das bedeutet: Ob fest, weich, salzig oder cremig – wenn die Milch von Schafen die Basis ist, spricht man von Schafskäse. Kein Wunder, dass diese Käsesorten besonders in Mittelmeerländern wie Griechenland, Italien oder Frankreich zu Hause sind, wo Schafhaltung seit Jahrhunderten Tradition hat.
Ein besonders bekannter Vertreter ist Feta. Doch hier kommt oft Verwirrung auf: Ist Feta dasselbe wie Schafskäse? Nicht ganz. Feta ist eine spezielle Form von Schafskäse, die in Griechenland nach strengen Vorgaben hergestellt wird. Traditionell besteht Feta zu mindestens 70 Prozent aus Schafmilch, oft wird etwas Ziegenmilch beigemischt. Aber nicht jeder Schafskäse ist automatisch Feta – das wäre so, als würde man jeden Weißwein Chardonnay nennen.
Andere berühmte Schafskäsesorten sind etwa der scharfe Roquefort aus Frankreich, der in Kalkhöhlen gereift wird, oder der italienische Pecorino, der sich je nach Region von süßlich bis kräftig präsentiert. Schafmilch enthält mehr Fett und Eiweiß als Kuhmilch, weshalb der daraus gemachte Käse oft aromatischer und intensiver im Geschmack ist.
Ob im Salat, auf dem Brot oder in der Pasta – Schafskäse bringt ein Stück mediterrane Lebensart auf den Teller. Und der Name verrät schon alles: Es dreht sich um die Milch der Schafe, nicht um die Form oder Farbe des Käses. Ein Genuss mit Geschichte – und klarem Namen.
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