Wenn die Schilddrüse zu wenig leistet
Die Schilddrüse ist zwar klein, spielt aber eine große Rolle im Körper. Wenn sie nicht richtig funktioniert, merkt man das oft erst nach und nach. Eine Schilddrüsenunterfunktion – medizinisch Hypothyreose genannt – verlangsamt den Stoffwechsel, als würde der Körper auf Sparmodus umgestellt werden.
Betroffene fühlen sich häufig müde, ausgelaugt, auch nach ausreichend Schlaf. Selbst kleine Anstrengungen können zu Kurzatmigkeit oder einem ungewöhnlich langsamen Puls führen. Viele klagen über ständige Kälteempfindlichkeit, trockene Haut oder zunehmendes Gewicht – und das, obwohl sie nicht mehr essen als sonst.
Doch die Beschwerden gehen oft über das Körperliche hinaus. Eine unteraktive Schilddrüse kann auch die Stimmung beeinflussen. Depressive Verstimmungen, Konzentrationsprobleme oder Gedächtnisschwächen sind keine Seltenheit. Manche sagen, sie fühlen sich „wie unter einer Glocke“, gedanklich träge und emotional abgestumpft.
Gerade bei Frauen, insbesondere im mittleren und höheren Alter, tritt eine Schilddrüsenunterfunktion häufiger auf. Oft wird sie durch eine Autoimmunerkrankung wie die Hashimoto-Thyreoiditis verursacht. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist die Erkrankung gut behandelbar – meist mit einer lebenslangen, aber gut dosierbaren Hormonersatztherapie.
Wer sich über längere Zeit unerklärt erschöpft fühlt, sollte daher seinen Arzt fragen. Ein einfacher Bluttest kann Klarheit schaffen – und den ersten Schritt zu mehr Energie und Lebensqualität bedeuten.
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