Warum Intimrasur vor der Operation?
Bevor eine Operation angesetzt wird, gehören Vorbereitungsmaßnahmen zum Standard. Dazu gehört oft auch die Entfernung von Körperbehaarung im Operationsbereich – besonders bei Eingriffen im Intimbereich. Doch warum eigentlich? Die Antwort liegt im Infektionsrisiko: Haare können Keime binden und die sterile Umgebung stören, was die Gefahr von Wundinfektionen erhöht.
Früher war die Rasur mit dem klassischen Rasierer noch üblich, heute weiß man jedoch: Rasierte trockene Haut kann Mikroverletzungen verursachen. Diese kleinen Wunden sind ideale Eintrittspforten für Bakterien – mitunter mit schwerwiegenden Folgen. Deshalb wird heute empfohlen, auf stumpfe Rasierer oder trockene Rasur zu verzichten.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) weist in ihrem Informationsvideo „Richtige Haarentfernung verringert Wundinfektionen“ darauf hin, dass die präoperative Haarentfernung fachgerecht erfolgen muss. Besser als das Rasieren ist oft das Trimmen mit einer sterilen Schere oder speziellen elektrischen Geräten, die die Haut weniger reizen. Noch idealer: Die Haare nur kurz zu schneiden, anstatt sie vollständig zu entfernen – so bleibt die Hautschutzfunktion weitgehend erhalten.
Wichtig ist auch der Zeitpunkt: Die Haarentfernung sollte möglichst kurz vor der Operation stattfinden, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Manche Kliniken übernehmen diese Maßnahme deshalb direkt vor dem Eingriff unter sterilen Bedingungen.
Am Ende geht es darum, die Patientensicherheit zu erhöhen. Eine scheinbar kleine Handlung wie das Rasieren kann großen Einfluss auf den Heilungsverlauf haben. Wer vor einer OP ist, sollte daher stets die Anweisungen des medizinischen Teams befolgen – auch wenn es um die Haare im Intimbereich geht.
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