Warum Darts durchaus ein Sport ist

„Darts ist doch kein Sport“ – diesen Satz hört man immer wieder, besonders nach großen Turnieren, wenn die einen beeindruckt sind von der Präzision der Spieler, während die anderen skeptisch die Stirn runzeln. Doch wo liegt der Haken? Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat klare Kriterien dafür, was als Sport gilt. Eine entscheidende Voraussetzung: Es muss eine eigene, sportartbestimmende motorische Aktivität vorliegen.

Genau hier setzt Darts an. Wer glaubt, Zielsicherheit sei reiner Zufall, unterschätzt die jahrelange Übung, die hinter jedem Wurf steckt. Die Genauigkeit, die Konzentration, die kontrollierte Bewegungsablauf – das alles erfordert hohes körperliches und mentales Training. Profis trainieren täglich ihre Technik, ihre Haltung und ihre psychische Stabilität, besonders unter Druck. Das unterscheidet Darts längst von einem bloßen Zeitvertreib.

Zwar fehlt bei Darts die klassische Ausdauer- oder Kraftkomponente wie beim Fußball oder Boxen, doch auch Schießen oder Bogensport gelten als Sport – und hier liegen die Parallelen nahe. Die kontrollierte Feinmotorik**, die Nervenstärke und die Wiederholbarkeit präziser Leistung sind Merkmale, die auch in anderen anerkannten Sportarten zählen.

In Deutschland ist Darts mittlerweile vom DOSB als offizielle Sportart anerkannt, und seit Jahren wächst die Beliebtheit – nicht nur bei Zuschauern, sondern auch in Vereinen. Die Diskussion, ob es „echter Sport“ sei, wird bleiben. Doch wer einmal gesehen hat, wie ein Profi im entscheidenden Moment den Doppelfinish trifft, weiß: Das ist mehr als Glück. Das ist Disziplin, Training und Leidenschaft** – und das zählt.

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