Warum Pampasgras im Garten verboten ist
Wer schon einmal von wehenden, silbrig-weißen Pampasgras-Ahren im Herbst fasziniert war, dürfte beim Blick in den eigenen Garten enttäuscht sein – denn die exotische Pflanze ist in der EU nicht mehr erlaubt. Der Grund: Sie gehört zu den sogenannten invasiven Arten, die sich schnell und ungezügelt ausbreiten können.
Pampasgras stammt ursprünglich aus Südamerika und sieht besonders im Herbst mit seinen großen, flauschigen Blütenständen sehr dekorativ aus. Doch gerade diese Schönheit ist auch das Problem. Die Pflanze produziert tausende Samen, die vom Wind über weite Strecken getragen werden. Sobald sie sich in Wiesen, Wäldern oder an Wegrändern ansiedeln, verdrängen sie heimische Pflanzen wie Brennnesseln, Margeriten oder Wildrosen.
Seit 2015 arbeitet die EU an einer Liste invasiver Arten, um die heimische Biodiversität zu schützen. Pampasgras wurde darauf aufgenommen – und darf deshalb weder verkauft noch neu gepflanzt werden. Wer es bereits im Garten hat, sollte darauf achten, dass es sich nicht weiter verbreitet. Am besten schneidet man die Blütenstände vor dem Samenfall ab.
Die gute Nachricht: Es gibt viele heimische Alternativen, die genauso attraktiv aussehen – wie zum Beispiel Silphien, Wendelblumen oder Rutenförmiges Fuchsschwanzkraut. Diese bieten nicht nur optische Vielfalt, sondern sind auch wertvoll für Bienen, Schmetterlinge und andere heimische Insekten.
Wer auf naturnahes Gärtnern setzt, trägt damit nicht nur zur Schönheit seines Gartens bei, sondern auch zum Schutz der Umwelt.
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