Perfekt mit Modalverben: Wie bildet man es richtig?

Wenn man über abgeschlossene Handlungen spricht, in denen Modalverben vorkommen, stellt sich oft die Frage: Wie bilde ich das Perfekt richtig? Die Antwort ist: Es geht anders, als man vielleicht denkt.

Im Deutschen verwendet man für das Perfekt von Modalverben das Hilfsverb haben – sowohl bei Modalverben wie können, müssen, dürfen als auch bei wollen oder sollen. Die Konstruktion besteht aus „haben“ plus Infinitiv des Modalverbs. Ein Beispiel: Peter hat an dem Seminar teilnehmen können. Das bedeutet: Er hatte die Möglichkeit, und er hat sie genutzt.

Interessant wird es im Nebensatz. Dort steht die finite Form von „haben“ am Ende, und die Infinitive folgen danach. Zum Beispiel: Peter kommt nicht, da er an einem Seminar hat teilnehmen müssen. Ja, das klingt ungewöhnlich, ist aber korrekt. Der Satz bedeutet, dass eine Verpflichtung bestand – er musste teilnehmen, deshalb ist er nicht gekommen.

Viele Muttersprachler machen hier Fehler, weil die Konstruktion umständlich wirkt. Doch mit etwas Übung wird sie ganz natürlich. Wichtig ist: Im Perfekt steht das Hilfsverb „haben“ und der Infinitiv des Modalverbs – niemals „gemusst“ oder „gekonnt“. Das gilt übrigens auch für andere Modalverben wie dürfen, sollen oder mögen.

Wer sicher im Umgang mit Modalverben im Perfekt ist, klingt nicht nur grammatikalisch stärker – er vermeidet auch typische Fehler, die selbst fortgeschrittene Lerner gerne machen.

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