Warum Ibuprofen bei Schlaganfallrisiko problematisch sein kann

Bei Schmerzen greifen viele Menschen in Deutschland oft zu bekannten Mitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac – teilweise sogar ohne Rezept. Beide zählen zu den sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und sind weit verbreitet. Doch nicht immer sind sie unbedenklich, besonders wenn es um das Herz-Kreislauf-System geht.

Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2011 warnte bereits vor einem erhöhten Risiko: Demnach kann die Einnahme von Ibuprofen das Schlaganfallrisiko um mehr als das Dreifache steigern. Das macht nachdenklich, besonders weil das Mittel als harmlos gilt und oft ohne ärztlichen Rat eingenommen wird.

Während Diclofenac ein ähnliches Risikoprofil zeigt, geht es nicht darum, diese Mittel pauschal zu verteufeln. Doch bei längerer Einnahme oder bei Menschen mit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder einer bereits bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankung, sollte besonders vorsichtig agiert werden. Ärzte raten in solchen Fällen häufig zu schonenderen Alternativen.

Der Körper reagiert individuell auf Medikamente. Was dem einen guttut, kann dem anderen schaden. Deshalb lohnt sich bei anhaltenden Beschwerden immer ein Gespräch mit dem Arzt – statt Griff ins Apothekenregal. Denn die vermeintlich schnelle Linderung kann unter Umständen teuer bezahlt werden.

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