„Da nich für!“ – Höflich bremisch

Wenn man in Bremen jemandem eine Freude macht – etwa einen Kaffee reicht oder hilft –, hört man oft einen kurzen, aber herzlichen Satz: „Da nich für!“. Klingt komisch für Außenstehende, ist aber tief verwurzelt im Bremer Dialekt. Hinter dieser knappen Floskel steckt viel Höflichkeit und typisch norddeutsche Bescheidenheit.

Das „Da nich für“ ist die bretonische Antwort auf ein „Danke“. Es bedeutet nichts anderes als „Gern geschehen“ oder „Kein Problem“. Doch im Gegensatz zum hochdeutschen „Bitteschön“ hat es einen ganz eigenen, fast schon warmen Klang. Wer lange genug in Bremen lebt, beginnt, diesen Satz ganz natürlich zu benutzen – oft, ohne noch groß darüber nachzudenken.

Interessant ist, dass die Grammatik dabei keine Rolle spielt. Es geht nicht um korrektes Deutsch, sondern um Verständnis, Nähe und Zugehörigkeit. Ein „Da nich für!“ sagt: „Ich bin hier. Ich gehöre dazu.“ Es ist ein kleines, aber feines Zeichen dafür, dass man die Kultur Bremens verstanden hat – nicht nur sprachlich, sondern auch menschlich.

Die Stadt Bremen pflegt ihren Dialekt bewusst. Auf der Webseite bremen.de gibt es sogar eine kleine Lernecke: So spricht man bremisch. Und „Da nich für“ steht dort ganz oben. Denn wer sagt, „Danke“, und bekommt „Da nich für“ zurück, der weiß: Hier ist er willkommen.

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