Warum uns die Tränen laufen, wenn wir weinen
Wer schon einmal herzlich gelacht oder traurig geweint hat, kennt das: Plötzlich laufen einem Tränen übers Gesicht, obwohl man eigentlich nur emotional gerührt ist. Doch warum passiert das? Die Antwort liegt in unserer Anatomie. Im Augenwinkel sitzen winzige Tränendrüsen, die ständig für feuchte, gesunde Augen sorgen – auch bei normaler Stimmung. Sobald wir aber heftig fühlen, sei es vor Traurigkeit, Schmerz oder sogar Freude, schalten diese Drüsen auf Hochtouren.
Die Tränenproduktion nimmt deutlich zu, erklärt ein Experte. Normalerweise fließt die Tränenflüssigkeit über kleine Kanäle ab, die in die Nase führen. Doch bei starker Emotion produzieren die Drüsen so viel Flüssigkeit, dass das Abflusssystem überlastet ist. Das Auge läuft regelrecht über – genau wie bei Reizungen durch Rauch, Staub oder Schnupfen. Dann schwappen die Tränen aus dem Augeninneren heraus und laufen die Wangen hinunter.
Doch Tränen sind nicht gleich Tränen. Während reizbedingte Tränen vor allem schützen, enthalten emotionale Tränen zusätzliche Stoffe – darunter Hormone, die dem Körper helfen, Stress abzubauen. Deshalb fühlen sich viele nach einem Weinkrampf erleichtert, fast befreit. Die Tränen sind dann nicht nur ein Zeichen von Schwäche, sondern auch ein Ventil für die Seele.
Ob aus Kummer, Rührung oder Lachen – dass uns die Tränen fließen, ist also ganz natürlich. Es zeigt, dass unser Körper und unsere Gefühle miteinander im Gespräch sind. Und manchmal ist es eben einfach gut, einmal alles rauszulassen.
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