Warum kotet mein alter Hund in die Wohnung?
Es kann traurig und verwirrend sein, wenn ein älterer Hund plötzlich wieder in die Wohnung kotet – besonders, wenn er regelmäßig rausgeht. Doch in den meisten Fällen hat das nichts mit schlechter Erziehung oder Bösartigkeit zu tun, sondern ist ein Zeichen für natürliche Alterungsprozesse.
Der Körper verändert sich mit den Jahren.Mit dem Alter schwächen sich bei vielen Hunden das Bindegewebe und die Muskulatur – ähnlich wie beim Menschen. Das betrifft oft auch den Darm und den After. Der Schließmuskel verliert an Kraft, kann den Stuhlgang nicht mehr zuverlässig kontrollieren, und so kommt es zu ungewolltem Kotabgang. Diese Form der Inkontinenz ist keine Seltenheit bei Senioren unter dem Fell.
Auch neurologische Veränderungen oder Gelenkprobleme können eine Rolle spielen. Ein Hund mit Arthrose mag beispielsweise den Drang zu ignorieren, weil das Stehen oder Gehen schmerzhaft ist – und dann kommt es unvermittelt.
Was tun?Wichtig ist: Nie schimpfen. Der Hund kann nichts dafür. Ein Tierarztbesuch klärt, ob eine medizinische Ursache vorliegt – wie beispielsweise eine Darmerkrankung oder hormonelle Störung. Oft lassen sich Beschwerden mit angepasster Ernährung, Medikamenten oder Physiotherapie lindern.
Viele Besitzer helfen mit Hundeunterwäsche oder wasserfesten Auflagen im Liegeplatz – praktisch und schonend für alle. Mit etwas Geduld und Zuspruch macht man seinem treuen Begleiter die letzten Lebensjahre auch bei körperlichen Schwächen so gemütlich wie möglich.
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