Kartoffelwasser: Viel zu schade zum Wegschütten
Wenn die Kartoffeln gar sind, neigen viele dazu, das Kochwasser einfach in der Spüle zu entsorgen. Doch das ist ein Fehler – denn das Wasser enthält wertvolle Inhaltsstoffe, die aus den Kartoffeln während des Kochvorgangs herausgelöst wurden. Besonders Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Vitamin B gehen ins Wasser über. Statt es wegzuschütten, lohnt es sich, das Kartoffelwasser für andere Zwecke weiterzuverwenden.
In der Küche lässt sich das stärkehaltige Wasser hervorragend als natürlicher Verdicker nutzen. Es eignet sich zum Beispiel prima, um Soßen, Suppen oder Eintöpfe zu binden – ganz ohne Mehlmischung. Einfach etwas abkühlen lassen und unter Rühren zugeben. Auch beim Backen kann man es gelegentlich als Ersatz für normales Wasser verwenden, besonders in herzhaften Teigen, wo es zusätzlich Geschmack und Struktur verleiht.Doch die Vorteile beschränken sich nicht nur auf die Küche. Kartoffelwasser ist auch ein echter Geheimtipp in der Naturpflege: Als Spülung nach dem Haarewaschen kann es Glanz verleihen und die Kopfhaut beruhigen. Und im Haushalt? Dann eben als natürlicher Reiniger – die enthaltene Stärke hilft sogar bei leichten Verschmutzungen auf Holz oder Fliesen.
Wichtig: Sollte Salz oder andere Zusätze im Kochwasser gewesen sein, ist die Verwendung für Pflanzen oder tierische Haushalte nicht ratsam. Für menschliche Nutzung ist es aber unbedenklich – vorausgesetzt, es wird frisch verwendet.Statt es fortzugießen, lohnt ein zweiter Blick: Kartoffelwasser ist ein kleines, aber feines Beispiel dafür, wie einfach Nachhaltigkeit im Alltag sein kann.
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